Kabisa Gise
ganz und gar Gise
Home Gästebuch Kontakt Datenschutz Impressum

Sie befinden sich auf —>Startseite —>Stuttgart —>Herbstanfang im Filderpark
Herbstanfang im Filderpark

Plötzlich ist es Herbst geworden. Nicht nur kalendarisch, sondern auch botanisch. Dabei wollte ich auch im Sommer auf der Filder spazieren gehen. Der diesjährige Sommer war aber zuerst sehr, sehr heiß und dann sehr, sehr nass.

Doch heute, am 23. September 2010, wollen wir endlich nachschauen, wie sich die Natur auf der Filder verändert hat.

Die Bilder kann man auch in Großformat betrachten.
Um die Bildershow richtig sehen zu können, muß die Seite komplett geladen sein.
Zum Starten ins 1. Bild klicken.
Taste N: nächstes Bild, Taste P: vorheriges Bild, Taste C oder X: Bildershow beenden.
Man kann aber auch mit der Maus durch Klicken weiter rechts oder links im Bild "weiterblättern".
Hagebutten, die Früchte der Hundsrose
Als Erstes fällt uns das leuchtende Rot der Hagebutten, die Früchte der Hundsrose, auf.
Beeren des Eingriffeligen Weißdorns
Auch die Beeren des Eingriffeligen Weißdorns sind leuchtend rot.
Beeren des Gewöhnlichen Ligusters
Der Gewöhnliche Liguster trägt kleine, schwarze Beeren.
Äpfel hoch oben im Baum
Die Äpfel sind schon reif.
Karde & Pastinak
Im Frühjahr hielt ich dieses Kraut für Acker-Dill, doch heute fällt uns auf,
dass diese Pflanzen überhaupt nicht riechen.
Ob das, was hier wächst, Pastinak ist?
Karde & Pastinak
Die Karde ist bereits verblüht und vertrocknet.
verblühte Karde
Wieder habe ich die Blütezeit der Karden verpasst.
verblühte Karde, Nahaufnahme
Die vertrockneten Kardeblüten sind ganz schön... stachelig.
verblühte Distel
Die Disteln sind zum größten Teil schon verblüht. Doch vereinzelt sieht man in der Samenwatte noch lila Blüten.
Phacelia
Ich dachte, die Blütezeit der Phacelia, auch Büschelblume genannt, ist ebenfalls vorbei.
Raupennest des Tagpfauenauges
Doch was entdecken wir denn da in den Brennnesseln?
Raupennest des Tagpfauenauges
Ein Nest voller gefräßiger Raupen macht sich über die Brennnesselblätter her.
einzelne Raupe auf einem Brennnesselblatt
Dies sind die Raupen des Tagpfauenauges.
Raupe
Sie sind wirklich sehr gefräßig.
Raupe
Eine Raupe beim Fressen.
Ich bin am Schwanken, ob ich es mit einer Schmetterlingszucht versuchen soll. Verboten ist es nicht, solange man die Raupen naturgetreu versorgt und die Schmetterlinge nach dem Schlüpfen frei lässt.

Als ich später am Langwieser See ankam, lief mir eine große, bunte Raupe mit einem roten Horn am Hinterteil über den Weg, vermutlich eine Raupe des Windenschwärmers. Sie war recht schnell, wohl auf der Suche nach einem Platz, um sich zu verpuppen. Ich hätte die Raupe gerne mit nach Hause genommen, hätte ich eine Transportmöglichkeit dabei gehabt.

Fotos habe ich von ihr keine gemacht, weil - wie soll es auch anders sein? - die Akkus meiner Digicam leer und Ersatzakkus im Auto waren.
Sonnenblumen
Doch vor der Begegnung mit der Schwärmerraupe kommen wir an einem Feld vorbei, auf dem die Sonnenblumen zum großen Teil noch in voller Blüte stehen.
zwei Bienen auf Sonnenblume, Nahaufnahme
Sie werden von Bienen gern besucht.
Biene im Anflug, 5 Bienen auf Sonnenblume
Auf der Blüte der Sonnenblumen geht es zu wie auf einem Flugplatz.
Sonnenblume mit Bienen
Bienen kommen angeflogen, andere heben ab.
verblühte Sonnenblume, Kerne sind reif
An dieser Blüte sind die Kerne schon reif.
Makroaufnahme Sonnenblumenblüten
Auf jedem Kern sitzt ein Blütenstand.
Borretsch
Borretsch
Borretsch
Die blauen Blüten sind sehr auffallend.
Holzsitzbänke und -tisch
Hinter der Sitzgarnitur befindet sich der Langwieser See.
Langwieser See
Eben saß am gegenüber liegenden Ufer des Sees ein Reiher, der jedoch bei unserer Ankunft wegfliegt. Ob wir zu laut waren?
Reiher im Baum
Der Reiher hat sich in einen Baum zurückgezogen.
toter Baumast ragt aus dem Wasser
Am Rande des Sees ragt ein Ast aus dem Wasser. Darauf soll nach Aussage eines Spaziergängers eben noch ein Eisvogel gesessen haben.
Herbst-Mosaikjungfer
Wir gehen enttäuscht weiter.
Nach wenigen Schritten wird ein Traum wahr...
Herbst-Mosaikjungfer, Nahaufnahme
Meiner Erfahrung nach schwirren große Libellenarten normalerweise unermüdlich hin und her, doch diese Herbst-Mosaikjungfer braucht wohl einen Moment Pause.
Drei Bilder können wir von ihr schießen,
bevor sie wieder wegfliegt.
Gemeines Leinkraut
Gemeines Leinkraut
Wiesen-Storchschnabel
Wiesen-Storchschnabel
Der Spaziergänger hat uns nicht nur vom Eisvogel erzählt, sondern auch davon, dass die Karpfen im Langwieser See vor allem in der Abenddämmerung sehr hungrig sind und das mitgebrachte Brot gierig fressen.

Außerdem erfahren wir, dass der Himmel über dem See voll mit Fledermäusen sein soll, nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwunden ist.

Wir beschließen, am Abend wieder zum Langwieser See zu gehen.
abends auf der Filder
Im Herbst setzt die Dämmerung schon deutlich früher als im Sommer ein. Spaziergänger mit und ohne Hund genießen die letzten noch wärmenden Sonnenstrahlen.
Sonne geht hinter Bäumen unter
Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bäumen.
am Langwieser See, links Schwarzpappel, rechts Steg über den Rennenbach
Links im Bild steht die alte Schwarzpappel. Dahinter erstreckt sich nach links der Langwieser See, auf den man von einer betonierten Plattform aus schauen kann.
Rechts im Bild führt ein kleiner Steg über den Rennenbach.
Vollmond auf der Filder
Es ist Vollmond.

In der Dämmerung sieht man deutlich die Scheinwerfer der Flugzeuge im Landeanflug.
keine Fledermäuse am Abendhimmel
Heute scheinen wir kein Glück zu haben, denn Fledermäuse entdecken wir nur vereinzelt.
Um diese fotografieren zu können, fliegen sie jedoch zu schnell hin und her.
Schleierwolken vor Mond
Inzwischen ist es fast dunkel geworden.
Zum Auto müssen wir noch ein Stück gehen und entlang der Feldwege gibt es bekanntlich keine Beleuchtung. Doch der Vollmond kann uns notfalls den Weg erhellen.
Die Schwärmerraupe ist mir entkommen, ohne dass ich Gelegenheit bekam, sie zu fotografieren. Auch der Eisvogel und der Fledermausschwarm blieben aus. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich Euch eines Tages Bilder von schönen Raupen, Fledermäusen und anderen Schönheiten der Natur zeigen werde. Entgeht mir ein Fotomotiv, speichere ich im Hinterkopf den Wunsch, dieses Motiv einmal zu erwischen und bleibe auf meinen Spaziergängen wachsam.

So ist es mir mit dem Foto von der Herbst-Mosaikjungfer ergangen. Schon den ganzen Sommer über beobachtete ich die großen Libellen, wie sie ruckartig hin und her schwirrten, manchmal in der Luft stehen blieben, aber nie gelang es mir sie zu fotografieren. Doch eines Tages sah ich eine der von mir begehrten Libellen ganz unverhofft auf einem Zweiglein sitzen. Oben könnt Ihr die Bilder von der Herbst-Mosaikjungfer sehen und Euch vorstellen, wie stolz ich auf sie bin.

Ich muss mir angewöhnen, auch in den Abendstunden mit meiner Digicam spazieren zu gehen, denn bei der Recherche nach der farbenprächtigen, großen Raupe mit dem roten Stachel am Hinterteil habe ich von den vielen Schwärmern und Faltern gelesen, die erst bei Dämmerung und in der Dunkelheit unterwegs sind.
Wer weiß, welche Tiere sonst noch erst abends munter werden...
nach oben
© Gise, 24./25. September 2010